Schluss mit sexistischer Werbung – ASF Sachsen fordert Bundesgesetz

Der Stadtrat in Leipzig hat in seiner Sitzung am 16. Mai 2018 mit großer, parteiübergreifender Mehrheit beschlossen, sexistische Werbung im öffentlichen Raum zu regulieren. Dafür wird die Sondernutzungssatzung der Stadt überarbeitet.

Katharina Kleinschmidt, Vorsitzende der ASF Leipzig und eine der Initiatorinnen des Antrages, erklärt: “Wir begrüßen den Antrag, für den wir zwei Jahre lang gekämpft haben. Sexistische Werbung ist ein Ärgernis und ein Symptom für andere Dinge, die in der Gesellschaft schieflachen. Dazu gehören die Diskriminierung und Abwertung von Frauen, Rollenklischees von vorvorgestern und in der Konsequenz die Gewalt an Frauen”, Kleinschmidt weiter: “Leipzig ist relativ weit im Vergleich zu anderen Kommunen. Wir hoffen, dass das Beispiel Schule macht und sich weitere auf den Weg machen.”

Laura Stellbrink, Vorsitzende der ASF Sachsen, betont: “Durch Werbung wird nicht nur unser Kaufverhalten gelenkt, sie prägt unsere Art zu denken. Rassistische Werbung ist aus gutem Grund nicht akzeptabel, warum sollten wir sexistische Werbung weiter akzeptieren? Der Beschluss von Leipzig ist ein toller Erfolg, aber nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen einheitliche Standards, wie unsere Städte mit sexistischer Werbung umgehen müssen. Das kann nicht jeder einzelnen Kommune überlassen werden. Wir fordern eine bundeseinheitliche Gesetzgebung durch die sexistische Werbung verboten wird.”