Kathrin Michel: “Riesige Lohnlücke zwischen Ost und West ist 30 Jahre nach der Deutschen Einheit ein Skandal!“

SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis Bautzen und Gewerkschafterin der IG BCE fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Ostdeutschland und Sachsen

 

„Die Leipziger Volkszeitung berichtet heute (24.8.2021) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt, dass Sachsen beim gesamtdeutschen Gehaltsranking auf der viertletzten Position liegt. 30 Jahre nach der Deutschen Einheit haben Arbeitnehmer*innen im Schnitt 945 Euro brutto im Monat weniger als ihre Kolleg*innen in den westdeutschen Bundesländern. Dazu kommt noch, dass Frauen im Schnitt monatlich 235 Euro weniger bekommen als Männer. Das alles ist ein Skandal“, sagt Kathrin Michel.

„Viele Chefs erzählen ihren Leuten im Betrieb noch die gleiche Geschichte wie vor 20 Jahren zu Zeiten der Massenarbeitslosigkeit. Doch die Zeiten haben sich geändert: Viele Unternehmen suchen händeringend Nachwuchs und finden niemanden“, so Kathrin Michel weiter.

„Mittlerweile fordern viele Beschäftigte in Sachsen offensiv höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. In den vergangenen Monaten gab es in Sachsen so viele Streiks und Arbeitskämpfe wie in den vergangenen 20 Jahren nicht mehr. Das ist ein gutes Zeichen. Diese neue Bewegung muss durch eine soziale Politik für Arbeit gestützt werden: Es geht um mehr Respekt für die Beschäftigten. Es geht um eine Stärkung der Tariflöhne und einen Mindestlohn von 12 Euro. Allein die Erhöhung des Mindestlohnes würde für ein Drittel der sächsischen Beschäftigten eine Gehaltserhöhung bedeuten. Dafür steht die SPD.

Hintergrund

Bericht der Leipziger Volkszeitung: https://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Lohnunterschied-zwischen-Ost-und-West-Sachsen-verdienen-945-Euro-weniger

Bericht der Sächsischen Zeitung im Mai dieses Jahres zur neuen Arbeiterbewegung in Ostdeutschland: https://www.saechsische.de/arbeit/sachsens-wirtschaftsminister-martin-dulig-ruft-eine-neue-arbeiterbewegung-im-deutschen-osten-aus-5452210-plus.html