Krajne dźěłowe koło „Serbja“ sakskeje SPD nominuje kandidatku a třoch kandidatow za wólby do Serbskeho sejma

Krajne dźěłowe koło „Serbja“ sakskeje SPD nominuje kandidatku a třoch kandidatow za wólby do Serbskeho sejma

Kamjenc. Krajne dźěłowe koło „Serbja“ sakskeje SPD nominowaše na swojej zjawnje zwołanej zhromadźiznje 1. awgusta w Kamjencu kandidatku a třoch kandidatow za wólby do prěnjeho demokratiskeho zastupnistwa Serbow. Za Serbski sejm kandiduja: Christine Ruby (Radebeul), dołholětna čłonka Zwjazka serbskich wuměłcow, dr. Měrćin Krawc (Budyšin/Delni Wunjow), předsyda SPD w Budyšinje a jeho wokolinje a čłon Serbskeho šulskeho towarstwa, Sven Scheidemantel (Wachow), čłon wokrjesneje frakcije SPD a dołholětny čłon Domowiny, kaž tež Konrad Skatula (Kamjenc), čłon wjednistwa SPD Budyskeho wokrjesa.

Wšitcy kandidaća na nominowanskej zhromadźiznje sebje a swoje motiwy za kandidaturu předstajichu a so k serbstwu a dwurěčnosći wuznachu. Kóždy z nominowanych chce so docyła abo dale w serbskej rěči wukmanić, dokelž měła prěnja wobchadna rěč Serbskeho sejma serbšćina być.

Kandidaća a wolerska zhromadźizna w tutym zwisku potwjerdźichu, zo by hižo dźensa móžno było, w Domowinje, w Załožbje za serbski lud a dalšich wot zjawnych pjenjez derje spěchowanych institucijow konsekwentnje na wjace zhromadźiznach žiwu dwurěčnosć hajić, na přikład ze zasadźenjom serbsko-němskich tołmačerjow a słuchatkow. Z tutej opciju a praktiskim přikładom měł so Serbski sejm tež tym Serbam a němskim susodam wotewrić, kotrymž so njeje dwurěčnosć „do kolebki połožiła”.

Do nominowanja kandidatow so zhromadźizna w Kamjencu dorozumi wo wuznamje Serbskeho sejma, jeho nadawkach a wo mobilizaciji za legitimowane zastupnistwo serbskeho ludu. Krajny zapósłanc Harald Baumann-Hasske, prawno- a serbskopolitiski rěčnik frakcije SPD, při tym znowa wobkrući, zo wotpowěduje wutworjenje Serbkeho sejma prawam, kiž Serbam w Němskej přisteja.

Hladajo na diferency z nawodnistwom Domowiny w prašenju zastupnistwa potwjerdźi Měrćin Krawc, zo so Serbski sejm měri na nowe kompetency a wobnowjenje rjadowanja tež spěchowanskich naprawow a srědkow w dwurěčnym sydlenskim rumje. A na dobry poměr mjez wšěmi wobydlerjemi Łužicy.

Na kóncu zhromadźizny so přitomni dojednachu, zo dźěłowe koło SPD 28. Septembra 2018 zwoła swojich a dalšich kandidatow za Serbski sejm na zjawnu zhromadźiznu, na kotrejž móhli nominowani swoje předstawy za skutkowanje w sejmje přednjesć a na prašenja wolerjow wotmołwić.

Hižo do wólbneho akta běchu sej wobdźělnicy zhromadźizny přezjedni, zo měł dźěłowy kruh so sobu na spisanju programow SPD za klětuše wólby do wokrjesneju sejmikow Budyšin a Zhorjelc kaž tež do Sakskeho krajneho sejma wobdźělić – a to z hladanišća Serbow a dwurěčneje Łužicy.

 

Landesarbeitskreis „Sorben/Wenden“ der sächsischen SPD nominiert eine Kandidatin und drei Kandidaten für Wahl zum Serbski Sejm

Der Landesarbeitskreis „Sorben/Wenden“ der sächsischen SPD nominierte in einer öffentlich einberufenen Versammlung am 1. August in Kamenz eine Kandidatin und drei Kandidaten für die Wahl der ersten demokratischen Volksvertretung der Sorben und Wenden. Für den Serbski sejm kandidieren: Christine Ruby (Radebeul), langjähriges Mitglied des Sorbischen Künstlerbundes, Dr. Martin Schneider (Bautzen/Niederuhna), Ortsvereinsvorsitzender der SPD Bautzen/Budyšin & Umgebung und Mitglied im Sorbischen Schulverein, Sven Scheidemantel (Wachau), Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion Bautzen und langjähriges Mitglied der Domowina, sowie Konrad Skatula (Kamenz), Mitglied im SPD-Kreisvorstand.

Alle Kandidaten stellten in der Versammlung sich und ihre Vorstellungen und Motive zur Kandidatur vor. Dabei bekannten sie sich zum Sorbentum und zur Zweisprachigkeit und bekundeten, sich überhaupt oder weiter in der sorbischen Sprache zu bilden, weil die Arbeitssprache in der sorbischen Volksvertretung sorbisch sein sollte.

Die Kandidaten und die Versammlung des Arbeitskreises betonten einvernehmlich, dass es bereits heute möglich wäre, in der Domowina, in der Stiftung für das sorbische Volk und in weiteren von öffentlichen Mitteln gut geförderten Institutionen mehr lebendige Zweisprachigkeit zu praktizieren (auch auf Versammlungen), zum Beispiel mit dem Einsatz sorbisch-deutscher Dolmetscher und von Kopfhörern. Mit dieser Option sollte sich der Serbski sejm vorbildlich auch den Sorben/Wenden und weiteren Nachbarn öffnen, denen die Zweisprachigkeit nicht „in die Wiege gelegt worden ist.“

Der Nominierung vorausgegangen war eine intensive Diskussion über die Bedeutung des Serbski sejm, über dessen Aufgaben und über die Mobilisierung für eine legitimierte Vertretung des sorbischen Volkes. Der Abgeordnete Harald Baumann-Hasske, Verfassungsrechtler und u.a. sorbenpolitischer Sprecher der Fraktion der SPD im Sächsischen Landtag bestätigte noch einmal und ausdrücklich, dass die Bildung eines Serbski sejm mit dem Verfassungsrecht in Deutschland im Einklang steht. Bezüglich der Differenzen mit der Domowina unterstrich Martin Schneider, dass es diese praktisch nicht gibt, denn der Sejm will neue Kompetenzen und eine Erneuerung der Förderung der sorbischen Sprache und Kultur erreichen. Zudem wird ein größeres Miteinander unter allen Bürgern der Lausitz angestrebt.

Abschließend einigten sich die Anwesenden, dass der Arbeitskreis für den 28. September 2018 seine und weitere Kandidaten zu einem öffentlichen Forum einladen wird, wo sie sich und ihre Ziele für die Arbeit im Serbski sejm vorstellen und auf Fragen von Wählern antworten können.

Schon vor der Nominierung beschloss der Arbeitskreis, dass er sich an der Erarbeitung der Programme der SPD für die Kreistags- und Landtagswahlen im kommenden Jahr einbringen wird – und zwar aus der Sicht der Sorben und der zweisprachigen Lausitz.

Dulig: Vom Strukturwandel betroffene Regionen brauchen Schulterschluss mit Bundesregierung

Martin Dulig, Vorsitzender der SPD Sachsen und Ostbeauftragter der SPD, erklärt zum heutigen Gastbeitrag des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil in der „WirtschaftsWoche“:

„Der Strukturwandel in Ostdeutschland ist eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Um ihn bewältigen zu können, brauchen wir den engen Schulterschluss zwischen allen betroffenen Regionen, den Ländern und insbesondere mit der Bundesregierung. Für eine wirksame und nachhaltige Strukturentwicklung müssen alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Martin Dulig.

„Mit Brandenburg und Sachsen, als am stärksten vom Strukturwandel betroffene Länder, können und wollen wir die Bundesregierung nicht aus der Verantwortung lassen. Deshalb bin ich sehr froh und dankbar, dass Hubertus Heil uns hier zur Seite steht und uns mit seinen Ideen die Hand reicht. Die Einrichtung agiler Wirtschaftsförderungsagenturen oder die Verbindung der Innovations- und Wirtschaftsförderung mit den regionalen Qualifikationspotenzialen sind Vorschläge, die wir schon lange diskutieren und auf deren Umsetzung gemeinsam mit dem Bund wir warten. Mit der Auflegung eines Sonderverkehrswegeplans und die Berücksichtigung besonderer Förderbedingungen sind ebenso neue Vorschläge dabei, die wir unbedingt diskutieren müssen. Zentral ist für mich aber das Bekenntnis der Bundesregierung, Bundeseinrichtungen in diesen Regionen mit anzusiedeln – das wäre das richtige Signal in die Region. Von 50 Oberbehörden des Bundes befinden sich ganze 3 nur in Ostdeutschland, nicht eine einzige in der Lausitz.“

„Bei allem, was wir jetzt diskutieren, müssen wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Die Konsequenzen des Kulturwandels reichen tief hinein in die Identitäten der Menschen mit ihrer Heimat vor Ort. Wir dürfen sie dabei nicht alleine lassen. Ich bin sehr froh, dass Hubertus Heil hier mutig voran geht. Die Weiterentwicklung der Infrastruktur sowie der Ausbau unserer Möglichkeiten, neue und innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen anzusiedeln und bessere die Rahmenbedingungen für neue Ansiedlungen zu schaffen, wären wichtige Signale für die Menschen in den betroffenen Regionen. Gerade die Menschen in den Braunkohleregionen in Ostdeutschland wissen, was Strukturwandel bedeutet – sie leben seit 1990 in einem permanenten Strukturwandel, den sie zu Beginn der 90er Jahre mit Massenarbeitslosigkeit, Umschulungen, Fortzügen der Kinder in andere Bundesländer und vielen persönlichen Nachteilen mitgetragen haben. Wir dürfen Sie bei den jetzt anstehenden Veränderungen nicht allein lassen und müssen Sie beim Wandel aktiv unterstützen und vergleichbare Angebote machen, wie einst bei Steinkohleausstieg in den alten Ländern.“

Hintergrund:

„Mit diesem Sechs-Punkte-Plan kann der Kohleausstieg gelingen“ von Hubertus Heil:https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/gastkommentar-von-hubertus-heil-mit-diesem-sechs-punkte-plan-kann-der-kohleausstieg-gelingen/22869036.html?ticket=ST-2111808-UdB51DvPkroikbEnnVww-ap3

Baum: Lebensfremde Kritik aus einer vergesslichen Partei

Thomas Baum, Sprecher für Verkehrspolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Donnerstag zu den jüngsten Äußerungen aus der FDP:

„Selbstverständlich gehört es zu den Aufgaben des zuständigen Ministers, diverse touristische Einrichtungen zu besuchen und Werbung für Sachsen als Urlaubsland zu machen.  Und dass der Minister in andere ultraharte Jobs eintaucht, einen Arbeitstag miterlebt wie kürzlich in der Pflege, ist großartig. Eine Kritik daran ist lebensfremd“, regierte Thomas Baum auf jüngste Äußerungen aus der FDP.

„Jetzt dem Minister Verkehrsprobleme anzulasten, das ist mehr als frech. Wer hat denn dieses Land unter Schwarzgelb fast zu Tode gespart? Wer hat dafür gesorgt, dass dringende Bauarbeiten nicht in Angriff und die notwendig en Planungsvorläufe nicht vorbereitet worden sind? Um Ross und Reiter zu nennen: Die FDP hatte dieses Ministerium mit einem Minister Morlock inne.“

„Noch ein Fakt: Der Verkehr hat zugenommen, vor allem der schwere Güterverkehr. Viele Autofahrer sind zu schnell und manchmal unkonzentriert unterwegs, vor allem vor und in Baustellen. Es ist richtig, auf den Autobahnen jetzt abschnittsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen für Pkw und Überholverbote für Lkw anzuordnen  – bei allem Verständnis für Fahrer und Spediteure.“

„Dass wir heute zu wenig Verkehrsüberwachungen und Kontrollen auf der Straße haben, liegt nicht an unseren fleißigen und gestressten Polizistinnen und Polizisten – es ist eine ist Folge der falschen Sparpolitik vergangener Jahre. Wir haben das jetzt korrigiert, nur können wir keine Beamten backen, sondern sie müssen ausgebildet werden. Und das dauert eben seine Zeit“, so Baum abschließend.