Henning Homann

Homann: Verfassungsfeindlichkeit von Pegida nicht mehr zu leugnen

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für Demokratische Kultur der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den Äußerungen von Tatjana Festerling im Interview mit „MailOnline“:

+++ Zeit der Pegida-Verteidiger muss vorbei sein +++

„Der Aufruf von Frau Festerling, an der Grenze auf Flüchtlinge zu schießen, ist menschenfeindlich und mit deutschem Recht nicht vereinbar. Ihre verfassungsfeindlichen Entgleisungen müssen Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn Frau Festerling offen zu Gewalt gegen andere Menschen aufruft, dann ist das der Punkt, an dem der Verfassungsschutz seine Strategie ändern muss. Pegida gehört endlich unter Beobachtung“, erklärt Henning Homann, demokratiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Erneut solidarisiere sich Frau Festerling mit der Hooliganszene, aus deren Umfeld es bei Pegida immer wieder zu Angriffen auf Journalisten und Gegendemonstranten kommt. „Für sie ist die Gewaltbereitschaft von Hooligans nur ein ‚bizarres Hobby‘.  Spätestens nach diesen Aussagen ist klar: Wer auch nur einen Funken Anstand hat, kann nicht an Pegida-Demonstrationen teilnehmen“, so Homann.

Jörg Vieweg

Vieweg: Energiewende in Sachsen braucht neuen Schub

Jörg Vieweg, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu den sächsischen Ergebnissen beim Ausbau Erneuerbarer Energieanlagen im Jahr 2015:

+++ Klimaschutz- und Energieprogramm Sachsen 2020 notwendig +++

„Sachsen hat bei den Erneuerbaren Energien zu lang auf der Bremse gestanden. Zwar sind die 2012 gesetzten Ausbauziele mit 28 Prozent Energie aus Wind, Sonne, Biomasse und Wasser mittlerweile erreicht. Sachsen rangiert damit aber immer noch auf dem letzten Platz im Vergleich mit allen anderen ostdeutschen Flächenländern. Die Regierungsbeteiligung der SPD hat für deutlich ambitioniertere Ziele gesorgt. Bis 2025 sollen 45 Prozent des gesamten Energieverbrauchs, der Wärmeversorgung und der Mobilität im Freistaat aus Erneuerbaren Energiequellen stammen. 2035 sollen es 60 Prozent sein. Langfristig setzt die SPD auf 100 Prozent saubere Energieerzeugung auch im Freistaat. Hauptziel bleibt dabei der Kampf gegen den Klimawandel. Hier muss auch Sachsen seinen Beitrag leisten.“

Jörg Vieweg drängt daher auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte Fortschreibung des Sächsischen Energie- und Klimaprogramms. „Aus dem Energie-und Klimaprogramm muss ein Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 werden“, so die Vorstellungen des Energieexperten der SPD-Fraktion.

Dabei seien für Vieweg die Ergebnisse des jüngsten Klimagipfels in Paris ein Meilenstein und enthielten auch wichtige Botschaften für Sachsen. „Wenn selbst die Bundeskanzlerin die Ergebnisse von Paris begrüßt, müssen auch wir vor Ort zügig handeln. Ein ‚Weiter so‘ bei der Nutzung fossiler Energieträger darf es auch in Sachsen nicht geben. Sonst zerstören wir unsere eigenen Lebensgrundlagen und die unserer Kinder.“

„Es nützt allerdings nichts, nur weiter Erneuerbare Energien auszubauen, wenn nicht gleichzeitig auch die Netze fit gemacht und viele dezentrale Speicher ermöglicht werden. Mehr noch: Wenn wir den Ausbau der Speichertechnologien nicht verbessern, wird es nichts mit unseren ehrgeizigen Zielen“, so Vieweg. Aus diesem Grund setzt die sächsische Regierungskoalition nicht ausschließlich auf den Neubau von Anlagen. Genauso wichtig sind der Ausbau von Netzen, Speichern und Energieforschung. Deshalb wurde im November 2015 ein Masterplan Energieforschung und Speichertechnologie auf den Weg gebracht.

 

Raatz: Freistaat investiert 2016 33,4 Mio Euro in das Straßennetz Mittelsachsens

Das von Staatsminister Martin Dulig (SPD) geführte SMWA wird in diesem Jahr mehr als 33,4 Mio Euro in die Sanierung und den Ausbau mittelsächsischer Staats- und Bundesstraßen investieren. Dazu erklärt die mittelsächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Simone Raatz:

„Mit diesen Mitteln saniert der Freistaat marode Straßen und setzt damit die Prämisse auf Sanierung statt Neubau. Das stärkt unsere Verkehrsinfrastruktur. Der Ausbau von 3,5 km der B169 zwischen Hainichen und Döbeln im Bereich Greifendorf wird in diesem Jahr mit 6,3 Mio veranschlagt. Für die Erneuerung von 8 km Fahrbahn entlang der B173 von Freiberg bis zur Landkreisgrenze Richtung Dresden 1,5 Mio. Euro investiert. Die umfangreichste Maßnahme wird der Ausbau der B175 im Bereich Choren-Döbeln mit 11,3 Mio Euro sein.

Wichtig ist nun, dass auch in den kommenden Jahren weiter in den Erhalt unserer bestehenden Straßen investiert wird. Mitte März soll dann auch endlich der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans vorgelegt werden. Dann wissen wir genau, welche mittelsächsischen Projekte künftig umgesetzt werden sollen. Für mich ist der Ausbau der B101 zwischen Freiberg und Siebenlehn von zentraler Bedeutung für die Region.“

Henning Homann

Homann/Pfeil: SPD macht Integration möglich und erleichtert Zugang zum Arbeitsmarkt

+++Teilhabe durch Arbeit ist wesentlich für Integration +++ Vorrangprüfung sollte ausgesetzt werden +++

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für Arbeitsmarktpolitik, sowie Juliane Pfeil, Sprecherin für Integrationspolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zum Koalitionsantrag „Integration fördern durch Teilhabe am Arbeitsmarkt“ (Drucksache 6/3475)

 Henning Homann, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik:

„Die SPD erleichtert die Zugänge zum Arbeitsmarkt und geht die Integrationsaufgaben entschieden an. Wir setzen dabei auf das Prinzip ‚Fördern und Fordern‘. Sprachkurse ohne anschließende Arbeit funktionieren nicht. Genauso wenig wie Arbeit ohne ausreichend Sprachkurse. Es gibt nicht ‚ein bisschen integriert‘. Es gibt nur ‚nicht integriert‘ oder ‚integriert‘.

Die SPD ist Integrationspartei. Wir wissen: Integration braucht neben entschiedenem Handeln auch Geduld. Die haben wir, denn wir wollen Integration richtig machen.
Die Voraussetzungen dafür sind gut: Viele junge Menschen kommen zu uns. Über die Hälfte ist 25 Jahre oder jünger. Nicht wenige Geflüchtete kommen bereits mit Qualifikationen nach Sachsen. Viele sächsische Unternehmerinnen und Unternehmer begrüßen diese Menschen mit offenen Armen und sind bereit, sie zu beschäftigen. Diese Chancen müssen wir nutzen.“

Juliane Pfeil, Sprecherin für Integrationspolitik:

„Die Teilhabe durch Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration. Wirtschaftliche Unabhängigkeit, Anerkennung für die eigene Arbeit und der Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen machen Migrantinnen und Migranten zum Teil der Gesellschaft.

Damit steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, sich in dieser, für sie neuen Gesellschaft zurechtzufinden, es steigt auch die gegenseitige Akzeptanz.

Dazu gestalten wir die Rahmenbedingungen: Sprache, Aufenthaltsdauer und Anerkennung der Qualifikationen müssen klar und verlässlich geregelt werden. Dass die Berufsausbildung als ausdrücklicher Duldungsgrund ins Aufenthaltsgesetz aufgenommen wurde, erzeugt Verlässlichkeit. Jetzt sollte die Vorrangprüfung für mindestens zwei Jahre ausgesetzt werden.“

Landesverbände der Lesben und Schwule in der SPD lehnen „sichere Herkunftsstaaten“ ab

Gemeinsame Presseerklärung der Landesverbände Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen der Arbeitsgmeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD:

LSBTI-Flüchtlinge bedürfen unserer Solidarität

Zahlreiche Landesverbände der AG Lesben und Schwule in der SPD lehnen die geplante Einstufung Algeriens, Marokkos und Tunesiens zu so genannten „sicheren Herkunftsstaaten“ entschieden ab. Gerade Menschen, denen ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung wegen Verfolgung und Verlust der körperlichen Unversehrtheit  drohen, wird hierdurch ihr Grundrecht auf Asyl erschwert. Durch den intensiven Kontakt vor Ort mit betroffenen lesbischen, schwulen, bi-, trans- oder intersexuellen (LSBTI) Asylsuchenden weiß man in den Landesverbänden um die besondere Lage dieser Menschen.

So erläutert Dirk Lamm, AG-Vorsitzender aus Brandenburg: „Gerade das Einstufen der genannten Maghreb-Staaten zu sogenannten ‚sicheren‘ Herkunftsländern ist für uns mit Blick auf die Situation der dort lebenden LSBTI inakzeptabel. In allen Ländern bestehen gesetzliche Regelungen, die einvernehmliche sexuelle Kontakte zwischen gleichgeschlechtlichen Erwachsenen unter Strafe stellen. Diese Gesetze werden auch aktuell angewandt und entsprechende Strafen vollstreckt. Queere Menschen müssen dort daher unter der ständigen Angst leben, verurteilt und bestraft zu werden.“

Michael Blödel, AG-Vorsitzender des bayrischen Landesverbandes hebt hervor, dass Menschrechtspolitik nicht dem Wunsch einer Begrenzung der Flüchtlingszahlen geopfert werden dürfe. Mit Blick auf die Aussage des LSU-Vorsitzenden, Alexander Vogt, dass in Deutschland große gesellschaftliche Einigkeit darüber herrsche, den Zustrom von Flüchtlingen zu begrenzen, mahnt er an: „Man sollte bei den Themen Flucht und Asyl nicht den Stammtisch bedienen und von Überforderungen der Gesellschaft fabulieren und gleichzeitig erwarten, dass derselbe Stammtisch dann LSBTI-Rechte unterstützt.“

Auch Sachsens Vorsitzender, Oliver Strotzer, findet mahnende Worte: „Mit Sorge erinnere ich mich an den Vorstoß von CDU-Vize Thomas Strobl aus dem letzten Jahr, Menschen vom Recht auf politisches Asyl auszuschließen, wenn die Anerkennungsquote bei Bewerberinnen und -bewerbern aus ihrem Land höchstens bei ein oder zwei Prozent liege. In Kamerun droht etwa Homosexuellen bis zu fünf Jahre Haft; die Gesamtschutzquote des letzten Jahres betrug jedoch nur ca. 1,2%. Hier wird deutlich, dass eine pauschale Bewertung nach der Herkunft alleine nicht möglich ist. Menschenrechte sind kein statistisches Mittel! Der Kern unseres im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechts auf Asyl liegt in einer inhaltlichen und individuellen Behandlung.“

Wie die Situation von LSBTI in den Maghreb-Staaten im Einzelfall aussieht, weiß Markus Pauzenberger, Landesvorsitzender der queeren Sozialdemokratinnen und -demokraten in Berlin, zu berichten: „Vor dem weltberühmten Hassan-Turm in Marokko haben im Sommer 2015 zwei Männer ein Erinnerungsfoto gemacht. Da sie in den Augen der Behörden zu nahe bei einander standen, wurden sie wegen Homosexualität und Obszönität zu vier Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt. Zwei französische Aktivistinnen, die sich vor dem Turm geküsst hatten, wurden übrigens ebenfalls sofort festgenommen und des Landes verwiesen. Das Strafrecht in Marokko sieht wie in Tunesien bis zu drei Jahre Haft für homosexuelle Aktivitäten vor; ebenso in Algerien, wo auch die ‚Zurschaustellung‘ und ‚Propaganda‘ von Homosexualität strafrechtlich verfolgt wird. Hier von sicheren Staaten zu sprechen, ist nicht nur unangebracht, sondern schon zynisch!“

Diese Einschätzung teilt man auch in Nordrhein-Westfalen. Landesvorsitzender Fabian Spies war jahrelang im LSVD für das Thema Migration tätig und ist daher mit der Problematik LSBTI als Fluchtgrund vertraut. Er kommentiert: „Das Besondere an der Einstufung als sicherer Herkunftsstaat liegt in einer Art Beweislastumkehr. Asylbewerberinnen und ­‑bewerber müssen nachweisen, dass eine Verfolgung bzw. Bestrafung konkret stattgefunden hat. Das bloße Bestehen und Vollziehen von LSBTI-feindlicher Gesetzgebung alleine reicht hier nicht aus, um Asyl zu erhalten. Diese Praxis gefährdet schon jetzt die körperliche Unversehrtheit vieler queerer Menschen in Senegal, in Ghana oder auf dem Balkan, weil ihnen Zuflucht erschwert wird. Daher haben wir in NRW unsere diesjährige CSD-Kampagne unter das Motto ‚Willkommen‘ gestellt, um hier ein klares Zeichen zu setzen und auf die besondere Situation von LSBTI-Flüchtlingen hinzuweisen.“

Die Landesverbände Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen der AG Lesben und Schwule in der SPD, fordern alle aktiven Sozialdemokratinnen und ‑demokraten auf, sich dafür einzusetzen, dass auch trotz bestehender Herkunftsstaatenregelung, der individuelle Charakter des Asylrechts erhalten bleiben. Gerade Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität verfolgt und bedroht werden, bedürfen weiterhin unseres Schutzes und unserer Solidarität!

Panter: Senkung des Rundfunkbeitrages hätte nur kurzfristigen Nutzen

+++ Ziel sollte Beitragsstabilität für die kommenden acht Jahre sein +++

Dirk Panter, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und medienpolitischer Sprecher, zur Diskussion um eine mögliche Absenkung des Rundfunkbeitrages ab der kommenden Beitragsperiode:

„Eine Absenkung des monatlichen Beitrages um 29 Cent klingt auf den ersten Blick verlockend und sie wäre angesichts der aktuellen Überschüsse auch möglich. Ich halte diesen Vorschlag auf lange Sicht gesehen jedoch für falsch. Wer jetzt die Beiträge senkt, muss erklären, wie die zu erwartenden Preissteigerungen langfristig aufgefangen werden sollen, wenn die Überschüsse aufgebraucht sind. Denn eines ist doch klar: Eine dann notwendige, deutliche Anhebung der Beiträge zur übernächsten Periode wäre der Bevölkerung schwer zu vermitteln. Der stetige Verweis auf weitere Sparmaßnahmen bei den Rundfunkanstalten ist ebenfalls keine Lösung – den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärkt man nicht, in dem man die Sender immer weiter auspresst und sich dann beschwert, wenn kein Saft mehr kommt.

Stattdessen sollten wir das Ziel der Beitragsstabilität für die kommenden acht Jahre in Angriff nehmen. Aktuelle Überschüsse zurück zu legen, um damit Mehrbedarfe in der übernächsten Beitragsperiode zu finanzieren, wäre eine mögliche Lösung. Gut wäre es außerdem, einen Teil der Überschüsse zu nutzen, um entstandene Ungerechtigkeiten durch die Haushaltsabgabe zu beseitigen.

Mit diesem Weg planen wir langfristig und sorgen für Sicherheit bei der Bevölkerung und den Rundfunkanstalten.“

Dirk Panter ist Mitglied im MDR Rundfunkrat und dort Vorsitzender des Haushaltsausschusses.

Mann: Gute Studienorientierung sichert Fachkräfte von morgen!

+++ Koalition beschließt Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolges +++ Studieneingangsphase und Teilzeitstudium stehen stärker im Fokus +++

Holger Mann, Sprecher für Hochschulpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zum Koalitionsantrag „Studienerfolg an sächsischen Hochschulen verbessern“ (Drucksache 6/3855):

„Die Schüler und Studierenden von heute müssen die erfolgreichen Absolventen von morgen sein, um unseren Fachkräftebedarf zu decken. Aus diesem Grund gilt es die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs in den Blick zu nehmen und Ursachenanalyse zum Studienabbruch zu betreiben“, beschreibt der Hochschulexperte der SPD-Fraktion, Holger Mann, die Zielstellung des Antrages, der am heutigen Donnerstag im Plenum des Landtages beschlossen wurde.

Die Berufs- und Studienorientierung solle, so Mann, individualisiert und intensiviert werden: „Der Studienerfolg hängt maßgeblich von guten Orientierungsangeboten ab. Hierzu gehört auch, dass die verschiedenen Akteure an einem Strang ziehen und besser vernetzt werden.

Die Hochschulen ergreifen schon heute Maßnahmen um zur Steigerung des Studienerfolgs beizutragen. Unterstützt werden sie dabei mit Hochschulpaktmitteln. Im Jahr 2016 stehen 10 Millionen Euro allein für diesen Bereich zur Verfügung.“

Holger Mann abschließend: „Zukünftig soll der Fokus noch stärker auf der Studieneingangsphase liegen: Orientierungsangebote, Präqualifikationskurse und die klare Vermittlung von Studiengangszielen  sowie möglichen Beschäftigungsfeldern sind unabdingbar. Zudem soll das Teilzeitstudium aufgewertet werden, um heterogenen Studierendengruppen und individuellen Bildungsbiographien gerecht zu werden. Bei der Ursachenanalyse wird auch die Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes, welche gerade im Bund beraten wird, helfen. Ab 2017 stehen dann Daten zum Studienverlauf zur Verfügung.“

 

Jörg Vieweg

Vieweg/Pallas: Mehr Sicherheit für die ‚schönste Nebensache der Welt‘

Koalition stärkt Fanprojekte und verbessert Sicherheit im Fußball

Jörg Vieweg, Sprecher für Sportpolitik, und Albrecht Pallas, Sprecher für Innenpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zum Prioritätenantrag „Sicherheit im Fußball – Stärkung der sächsischen Fanprojekte“:

„Fußballveranstaltungen sollen durch Präventionsarbeit noch sicherer gemacht werden. Um das Ziel zu erreichen, setzen wir auf zwei wichtige Akteure: die Fanprojekte und die Polizei. Darum wollen wir die wichtige Arbeit der Fanprojekte zukünftig noch stärker finanziell unterstützen. Vor allem eine verbesserte Kommunikation aller Beteiligten ist der Grundstein einer erfolgreichen Sicherheitsarchitektur“, umreißt der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jörg Vieweg, die Ziele des Koalitionsantrages „Sicherheit im Fußball – Stärkung der sächsischen Fanprojekte“.

Auch für den Innenexperten der SPD-Fraktion, Albrecht Pallas, ist dieser Ansatz besonders wichtig: „Deshalb stärken wir einerseits die Fanprojekte, die als Vermittler zwischen Fans und Polizei eine Schlüsselrolle einnehmen. Andererseits soll die Schulung von Polizistinnen und Polizisten in Deeskalationsstrategien ausgeweitet werden. Dieser vielversprechende Ansatz wird die Sicherheit in unseren Stadien nachweislich erhöhen. Mit dem Nebeneffekt, dass die Belastung der Einsatzkräfte sinken wird.“

In Zukunft soll ein Sächsischer Jahresbericht Fußball erstellt werden, der sowohl die polizeiliche Einsatzbewältigung als auch Erkenntnisse der zuständigen Fußballverbände umfasst. Ein solcher Bericht bietet die Chance, präventive Maßnahmen in den Blick zu nehmen und unabhängig von aktuellen Vorfällen die Diskussion zur Sicherheit im Fußball zu führen.

Vieweg abschließend: „Für uns ist klar: Woche für Woche bewegt der Fußball tausende Menschen. Zukünftig sollen darum Fan-Züge für eine reibungslose An- und Abreise sorgen und das hohe Sicherheitsniveau weiter verbessern.“

HINTERGRUND:

Der Antrag „Sicherheit im Fußball – Stärkung der sächsischen Fanprojekte“ ist das Ergebnis eines langfristig angelegten Prozesses, den viele Fachleute begleiteten. Infolge der Anhörung am 25. Juni 2015 (Protokoll als PDF) des Sächsischen  des Sächsischen Landestages, in der Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Fans, Fanprojekten, Vereinen und Wissenschaft  zu Wort kamen, entwickelten die Koalitionsfraktionen einen weiteren Antrag, der heute von einer Mehrheit der Abgeordneten beschlossen wurde.

SPD unterstützt „Herz statt Hetze“

Die SPD Sachsen unterstützt erneut die Kundgebung von „Herz statt Hetze“ in Dresden. Unter dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung. Europa statt Nationalismus. Herz statt Hetze.“ ruft der Organisationskreis für den 6. Februar zum Protest auf dem Theaterplatz in Dresden auf.

Der SPD-Landesvorsitzende Martin Dulig wird auf der Kundgebung sprechen.

Martin Dulig: „Das Engagement in der Flüchtlingshilfe ist ungebrochen hoch. Viele packen mit an. Genauso wichtig ist es weiterhin auch auf der Straße Gesicht zu zeigen: für ein solidarisches Miteinander und gegen Hetze und Hass. Die SPD wird daher am Samstag wieder mit dabei sein und ruft auf, sich am friedlichen und bunten Protest zu beteiligen.“

Neben Dulig werden auch die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Eva-Maria Stange sowie weitere SPD-Landtagsabgeordnete und die SPD Dresden mit vor Ort sein.

Henning Homann

Homann: Dem Ehrenamt den Rücken stärken

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für bürgerschaftliches Engagement der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, in der Aktuellen Debatte „Wir für Sachsen – bürgerschaftliches Engagement wird gestärkt“:

„Ohne Ehrenamtliche greift in Sachsen kein Zahnrädchen ins andere. Unsere Aufgabe ist es den Engagierten den Rücken zu stärken. Es gibt deshalb ein überparteiliches Interesse, das Ehrenamt zu stärken. Das müssen wir auch tun, denn der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft wird durch ehrenamtliches Engagement in den Tafeln, der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe, im Sportverein oder den Kulturinitiativen maßgeblich organisiert“ sagte Henning Homann am Donnerstag im Landtag in der Aktuellen Debatte zur Stärkung des Ehrenamtes.

Auch in Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen lobt Homann das Sonderprogramm für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe: „Das ist wichtig und wertvoll. Wir müssen den ehrenamtlich engagierten Menschen zeigen, dass ihr Engagement gewünscht ist. Es muss ein klares Zeichen sein, dass wir sie darin bestärken und sie sich nicht dafür verstecken müssen.“

Die Koalition hat im Haushalt die Mittel für das Förderprogramm „Wir für Sachsen“ auf 10 Millionen Euro erhöht. Anfang des Jahres hat der Programmbeirat von „Wir für Sachsen“ bereits beschlossen, die Förderung von elf statt neun Monate zu fördern. Das bringt des Ehrenamtlichen 80 Euro im Jahr.

„Wichtig ist aber vor allem, dass wir noch in diesem Jahr ein Qualifizierungs- und Beratungsprogramm schaffen, das die Ehrenamtlichen unterstützt. Ein entsprechender Antrag haben die Koalitionsfraktionen bereits eingebracht.“, so Homann abschließend.