Lordieck: Problem Unterrichtsausfall wird angegangen

Iris Raether-Lordieck, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Unterrichtsausfall-Statistik des Landesschülerrates

„Wir nehmen die Sorgen des Landesschülerrates sehr ernst, der zum wiederholten Male einen hohen Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen bemängelt hat“, so Iris Raether-Lordieck am Montag. „Wenn Schülerinnen und Schüler um die Qualität ihrer Ausbildung fürchten, können und werden wir über ihre Kritiken und Anregungen nicht hinweggehen. Daran ändert auch  der Umstand nichts, dass der Landesschülerrat selbst einräumt, seine heute vorgelegte Statistik sei nicht repräsentativ.“

„Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag war in der Vergangenheit immer auch Anwalt der Schülerinnen und Schüler, hat den Lehrermangel thematisiert und gefordert, zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer einzustellen. Mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes hat die CDU/SPD-Koalition nun den Grundstein dafür gelegt.“

„Koalitionsvertrag und Haushalt sehen vor, dass künftig jede Lehrerin und jeder Lehrer  ersetzt wird, der die Schule altersbedingt verlässt; in diesem und im kommenden Jahr werden das schätzungsweise insgesamt 1.370 Pädagogen sein. Wir werden aber weitaus mehr Lehrerinnen und Lehrer unbefristet einstellen, in der Summe sollen es 2.000 in diesem und im kommenden Jahr sein. Damit reagieren wir auch auf steigende Schülerzahlen.“

„Zudem wird die Staatsregierung noch in diesem Jahr ein ‚Lehrerpersonalentwicklungskonzept 2020‘ vorlegen, das den genauen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern beschreibt.  Auf Grundlage dieser Daten wollen wir für einen reibungslosen Generationswechsel in den Schulen sorgen.“

Hanka Kliese

Kliese: Protest ist erfolgreiches Mittel zur Durchsetzung der Inklusion

Hanka Kliese, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Inklusion der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai:

„Der 5. Mai ist ein wichtiger Tag für die Verankerung des Themas Inklusion in unserer Gesellschaft. Mit den vielfältigen und unterstützenswerten Protesten tragen die Verbände und Einzelpersonen dazu bei, das Bewusstsein für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu schärfen.“, so Hanka Kliese.

Es seien nicht zuletzt solche Aktionen in den vergangenen Jahren gewesen, die den Handlungsdruck im Politikbetrieb erhöht haben. „Zehn Millionen Euro wird die Staatsregierung 2015/2016 in die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention investieren. Hier ist zu erkennen, dass sich auch auf politischer Ebene ein Bewusstseinswandel vollzieht. Ich wünsche mir, dass dieser Bewusstseinswandel für Menschen mit Behinderung in ihrem täglichen Leben spürbar wird.“

Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hatte sich zuletzt erfolgreich  dafür eingesetzt, dass im Koalitionsvertrag erstmals das Thema Inklusion als Querschnittsthema Bedeutung erhält und ein Aktions-und Maßnahmeplan in Sachsen auf den Weg gebracht wird.

Hanka Kliese verbringt den morgigen Protesttag in einer Wohngemeinschaft für schwerst mehrfachbehinderte Menschen in Chemnitz.